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Die tote Haut: FINALE

Der Hamburger Maler Lorenz GOLDSTEIN (*1984) malt an einem Ort, an den die Wenigsten freiwillig kommen. Er erhält die Gelegenheit, die dort abgelegten Körper zu entdecken, zu studieren und ihnen in kleinformatigen Ölskizzen nahe zu kommen. 

Seine finalen Zustandsprotokolle berichten vom Verlust sämtlicher Funktionen, die der Haut physiologisch zukommen. 
Sie zeigen funktionslos gewordene Körperoberflächen: konturlos, haltlos, ohne die Eigenschaften, die der Haut sozial wie kulturell zugeschrieben werden. 

Doch der Maler entwickelt zu seinen leblosen Modellen einen Zugang, der von durchaus anderen Kriterien als denen der herkömmlichen Körperwahrnehmung bestimmt wird. 
Er sucht sie auf mit einer Haltung, die weder den Schrecken des Ortes reflektieten will, noch auf Tabubruch aus ist.
Sein künstlerisches Erkenntnisinteresse an den sterblichen Hüllen nimmt an diesen voll Staunen die Wandlungsprozesse zur Kenntnis. 

Lorenz GOLDSTEINS Faszination entdeckt die „verschiedensten Farbnuancen! In einem Bereich bis ins dunkle Grün, woanders Violett bis Dunkelbraun usw., und zwar in einer Ästhetik und Erhabenheit, wie sie nur in der Natur zu finden sind. 

„Für mich sind diese meist fein nuancierten Farben vergleichbar mit wunderschönen Herbstblättern, die Ihre Farbigkeit noch ein letztes Mal ändern, um dann zu Staub zu zerfallen”. 


Aus dem Katalog Skinscapes
Harald Kimpel 2008

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Die tote Haut: FINALE

Der Hamburger Maler Lorenz GOLDSTEIN (*1984) malt an einem Ort, an den die Wenigsten freiwillig kommen. Er erhält die Gelegenheit, die dort abgelegten Körper zu entdecken, zu studieren und ihnen in kleinformatigen Ölskizzen nahe zu kommen. 

Seine finalen Zustandsprotokolle berichten vom Verlust sämtlicher Funktionen, die der Haut physiologisch zukommen. 
Sie zeigen funktionslos gewordene Körperoberflächen: konturlos, haltlos, ohne die Eigenschaften, die der Haut sozial wie kulturell zugeschrieben werden. 

Doch der Maler entwickelt zu seinen leblosen Modellen einen Zugang, der von durchaus anderen Kriterien als denen der herkömmlichen Körperwahrnehmung bestimmt wird. 
Er sucht sie auf mit einer Haltung, die weder den Schrecken des Ortes reflektieten will, noch auf Tabubruch aus ist.
Sein künstlerisches Erkenntnisinteresse an den sterblichen Hüllen nimmt an diesen voll Staunen die Wandlungsprozesse zur Kenntnis. 

Lorenz GOLDSTEINS Faszination entdeckt die „verschiedensten Farbnuancen! In einem Bereich bis ins dunkle Grün, woanders Violett bis Dunkelbraun usw., und zwar in einer Ästhetik und Erhabenheit, wie sie nur in der Natur zu finden sind. 

„Für mich sind diese meist fein nuancierten Farben vergleichbar mit wunderschönen Herbstblättern, die Ihre Farbigkeit noch ein letztes Mal ändern, um dann zu Staub zu zerfallen”. 


Aus dem Katalog Skinscapes
Harald Kimpel 2008

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